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Viel Dankbarkeit und ein bisschen Wehmut


Die Kirchengemeinde St. Josef verabschiedete Pfarrsekretärin Mathilde Huber und Diakon Horst-Peter Rauguth in den Ruhestand.

Für die Pfarreiengemeinschaft Malstatt, insbesondere die Kirchengemeinde St. Josef bringt das Frühjahr wichtige Veränderungen: Nach jahrelanger Mitarbeit scheiden die Pfarrsekretärin Mathilde Huber und Diakon Horst-Peter Rauguth aus dem Dienst aus und beginnen mit dem Ruhestand ihren "dritten Lebensabschnitt".

Vor über 20 Jahren übernahm Frau Huber im damaligen Pfarrbüro St. Paulus die Stelle der Pfarrsekretärin. Ihr Tätigkeitsfeld wurde für die gelernte "Bankerin" mit dem Entstehen größerer Seelsorgeeinheiten, zunächst mit St. Antonius, dann mit St. Josef schnell umfangreicher. Zusammen mit ihrer Kollegin Frau Monika Klein, galt es, den regen Betrieb im Pfarrbüro zu stemmen und mit Humor und Freundlichkeit aufrecht zu erhalten. Mit der Bildung der Pfarreiengemeinschaft Malstatt, zusammen mit St. Albert und St. Marien, wurde die Arbeit nicht weniger. "Hier muss man kerngesund sein" lautete ihr Motto. Ihr klares Verständnis von Dienstleistung im Pfarrbüro, aber besonders ihre herzliche und temperamentvolle Art wird allen Pfarrangehörigen fehlen.

Seit der Neugründung der Pfarrei St. Josef verstärkte Diakon Horst-Peter Rauguth das Seelsorgerteam. Seine warmherzige und kommunikative Art, seine Erfahrung und Kompetenz als Theologe und Lehrer, aber auch als "Sozialarbeiter" im sozialen Brennpunkt Malstatt machten ihn über die Pfarrgrenzen hinweg zu einem beliebten Ansprechpartner, auch und gerade weil er klare Ansagen nicht scheute. Sein Friedensengagement im Rahmen von "pax christi", sein besonderer Einsatz für die Ökumene, die gelebte Caritas (Heilig-Abend-Aktion!) sind Facetten seines Arbeitens im Stadtteil. In der Gemeindearbeit war die Jugendarbeit sein Herzensanliegen, sodass die große Gruppe der Messdiener und Messdienerinnen besonders wehmütig Abschied nimmt von ihrem "HoPe". Die Gottesdienstbesucher in St. Josef, St. Paulus und St. Antonius werden seine Predigt-Impulse und den mit kräftiger Stimme vorgetragenen Auftrag "Gehet hin in Frieden" vermissen, aber auch für die Zukunft mitnehmen.

Im Verabschiedungsgottesdienst am 26.02.2017 in der vollbesetzten St. Paulus-Kirche dankten Pfr. Schikofsky und der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Herr Uwe Schneider in bewegten und bewegenden Worten Frau Huber und Herrn Rauguth für ihre Arbeit und ihren über das Selbstverständliche hinausgehenden Einsatz und wünschten beiden alles Gute für die Zukunft. Die versammelte Gemeinde spendete lang anhaltenden Beifall.