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Newsletter vom 3. April 2020

„Eine Pandemie kennt keine Feiertage“ (Angela Merkel, Bundeskanzlerin)

Liebe Mitmenschen in unserer Pfarreiengemeinschaft,

wir haben uns gefreut über Ihre Rückmeldungen zu unserem ersten Newsletter. 

Die Idee, auch auf diese Weise den Kontakt aufrecht zu erhalten und zu fördern, ist angekommen. Alle sind wir mehr angekommen in der großen Herausforderung, der wir uns gegenüber sehen,

und im veränderten Rhythmus des Lebens. Wir haben uns eingestellt auf längere Ausnahmezeiten.

Im Pastoralteam haben wir in zwischen gelernt, per Videokonferenz zusammen zu kommen.

Wir hören von anderen, welche Erfahrungen auch sie mit home-office und Video-Konferenzen machen. Die beiden Pfarrbüros sind gut betreut, unsere Kirchen werden so gut es geht, offen gehalten.

Und es entstehen neue Initiativen bei uns und anderswo, die sich gegenseitig befruchten. Stoffmasken werden genäht. „Gabenzäune“, z.B. an der evangelischen Johanneskirche und an unserer Josefskirche sind entstanden. 

Telefongespräche nehmen zu und Briefe sind unterwegs zu bestimmten Gruppen in der Gemeinde. Die Kommunionkinder wurden eingeladen, Bilder für Menschen im Altersheim zu malen.

Viele Nachbarschaftshilfen laufen auf privater Ebene und vermittelt durch Stadtteilinitiativen.

Die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen und auch von Lebensmitteln an Bedürftige ist neu zu überlegen, da die „Tafeln“ wegen hoher Hygiene-Auflagen nicht wie bisher weiter arbeiten können. An der Johanneskirche werden z.B. jeden Abend um 20.30 Uhr an die 100 Essen verteilt.

Auch für bedürftige Menschen in unserem Stadtteil sind ähnliche Angebote in Planung.
Wenn Sie Hilfe brauchen oder uns auf eine Not aufmerksam machen wollen, dann bitten wir Sie herzlich, mit uns Kontakt aufzunehmen! Oft kommt so schon etwas in Gang.    
Von Seiten des Bistums werden wir regelmäßig mit Dienstanweisungen versorgt, die sicher stellen sollen, dass die Schutzmaßnahmen eingehalten und gleichzeitig die Seelsorge aufrechterhalten bleiben soll. Das ist nun auch für die Kar- und Ostertage geschehen, die vor der Tür stehen.

Es ist wirklich schade, dass diese ganz besonderen Feiertage dieses Jahr nicht ungezwungen

und in schöner erfahrbarer Gemeinschaft  begangen werden können. Dennoch gelten ein paar Ausnahmebestimmungen. Dazu gehört, dass die Gottesdienste an Gründonnerstag,an Karfreitag, in der Osternacht und an den beiden Osterfeiertagen jeweils von bis zu zehn Personen, einschließlich dem Priester und den Personen im liturgischen Dienst. Diese Gruppe soll an der gottesdienstlichen Feier teilnehmen im Bewusstsein, die ganze Gemeinde zu vertreten.

Wir sind derzeit dabei, uns mit den Gruppen und Gremien darüber abzustimmen.

Viel Spielraum ist nicht, aber immerhin. Unsere vier Kirchen werden in der Karwoche und an Ostern verstärkt geöffnet sein (siehe dazu weiter unten). Osterkerzen und Palmsträuße werden zum Mitnehmen bereitstehen. Es gilt aber weiterhin, auch in Kirchenräumen das Versammlungsverbot, wie auch die Sicherheitsabstände einzuhalten sind.
Für sehr bemerkenswert halte ich, wie viele andere, die Äußerungen von Fußball-Bundestrainer Jogi Löw: „Die letzten Tage haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Die Welt hat ein kollektives Burnout erlebt. Ich habe das Gefühl, dass sich die Erde gegen die Menschen stemmt. Das Tempo, das wir Menschen vorgegeben haben in den letzten Jahren, war nicht mehr zu toppen. Machtgier stand im Vordergrund, Katastrophen haben uns nur am Rande berührt.

Jetzt erleben wir was, was jeden einzelnen Menschen betrifft. Jetzt stellen wir fest, dass wir auf wichtige Dinge schauen müssen, was im Leben wirklich zählt: Respekt untereinander!

Dass wir in Zukunft noch respektvoller miteinander umgehen.“
In der Hoffnung, dass die Botschaft Jesu uns solchermaßen stärkt und der Glaube an ihn sich in den kommenden österlichen Tagen bei manch einer/einem erneuert, in der Hoffnung, dass wir uns und unsere Lieben gut schützen und die vielen Einsatzkräfte, die Kranken, die Einsamen, die Armen und Notleidenden nicht vergessen, und mit Dank für jede Spende für Misereor und andere Hilfsorganisationen

grüßt Sie herzlich, im Namen des ganzen Seelsorgeteams

Pastor Bernd Schikofsky

 
Krankensalbung
(von Andreas Knapp)

das sterben steckt uns
in den knochen
wir verwesen
bei lebendigem leib
von geburt an
mit tod infiziert

wem liebe aber
wie öl unter die haut geht
gehört zum leib
des gesalbten
dem antikörper
gegen den tod